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Spielejournalismus – quo vadis?

Anfang September 2011 blies Christian Schmidt der deutschen Spielepresselandschaft den Marsch: Der ehemalige stellvertretende Chefredakteur des deutschen Spielemagazins Gamestar, warf den traditionellen Games-Publikationen vor, seit Jahren den Fragen auszuweichen, welche Aufgabe die Spielekritik heutzutage erfüllen kann und wo ihr Publikum liegt. Er forderte diese Debatte endlich nachzuholen, Spielekritik sei eben mehr, als das Ausfüllen von Exeltabellen à la Stiftung Warentest und das seitenlange schwadronieren über Waffensysteme und Grafikpoligonen. Sein Essay wurde von der Internetplattform „Krawall.de“ zum besten Computerspielartikel des Jahres gewählt, es gab teils konstruktive, teils polemischen Wortrückmeldungen der Ex-Kollegen, doch eine lang anhaltende Debatte blieb nach einem kurzen Empörungs- und Beifallrauschen aus. Spielejournalismus 2012 ist – mit wenigen Ausnahmen – Spielejournalismus 2011 ist Spielejournalismus 2010. Wie dies im Kontext teils fallender Auflagenzahlen für Print und der Digitalisierung von Inhalten zu bewerten ist, darüber wollen wir mit ausgewählten Diskutanten sprechen.

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